Es werkelt überall – Baulager und ÜT-Vorbereitung vom 14. – 18. Juni 2017

In diesem Jahr wurde statt dem Bundesfest, das aufgrund des ÜTs in diesem Jahr nicht zum üblichen Termin stattfinden kann, vom 14.-18. Juni ein großes Baulager angesetzt, auf dem außerdem die Vorbereitung unseres Programms auf dem ÜT vorangetrieben werden sollte.


Es kamen zwar nicht so viele Kameraden wie erhofft, aber die zwischen 15 und 20, die anwesend waren, packten so kräftig an, dass es schien, es seien noch deutlich mehr da. Wir haben also einiges geschafft.

Es wurden nicht nur die umliegenden Wiesen gemäht (und dabei unseren Autos zeitweilig ein neues Muster gegeben), sondern  im Rahmen der Brandschutzverordnung einige Maßnahmen durchgeführt, um die Vorschriften einzuhalten. So haben wir am ersten Tag das Styropor von der Decke des Rittersaals gekratzt, am zweiten Tag wurde dann ein Fenster des Rittersaals aus der Wand gehauen und das Loch vergrößert, damit eine Tür als Notausgang geschaffen werden konnte.

Da schütze bereits diese Tür besorgt hatte, konnte auch gleich am dritten Tag diese mit Hilfe von einigem Beton eingesetzt. Stripper ging seiner Profession nach und befestigte die letzten Leuchten, die für eine Evakuierung notwendig sind. Währenddessen unterzogen die übrigen Kameraden den Hof einer Grundreinigung, sodass er nun wieder strahlt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Dabei wurde der Speicher komplett ausgeräumt und geputzt und auch der Rittersaal und das Sibirienzimmer erstrahlen nun in nie dagewesenem Glanz.

Währenddessen lief auch die Vorbereitung des Programms für das ÜT auf Hochtouren. Elch und günne planten die Ausstellung zur Hofgestaltung, jarly machte sich Gedanken zum geplanten ökumenischen Gottesdienst und voke und cheche planten während des ganzen Aufenthalts unermüdlich die Geocaches, die sie dann bis früh in den Morgen auch auslegten, sodass die Kameraden diese in einer lustigen Aktion gleich ausprobieren konnten.
Dabei kam natürlich auch das leibliche Wohl und der Spass nicht zu kurz, der sich nicht nur während des gemeinsamen Arbeitens einstellte, sondern vor allem beim gesprächigen Zusammensitzen bis spät in die Nacht.

Autor: quak

Baulager 2009

Am Samstag, 19. September wurde am Hof die Wiese gemäht und viele Bauarbeiten durchgeführt. Alt und jung schaffte in einer tollen kameradschaftlichen Atmosphäre mehr als geplant war!

Die jungen Kameraden aus Weissach und Magstadt haben sämtliche Fensterläden frisch lackiert, und mussten abends „abgemahnt“ werden, endlich Feierabend zu machen. Eine super Leistung! Der optische Eindruck des Hofes hat dadurch deutlich gewonnen! Einige Althorter haben unter der Woche verschiedene Arbeiten erledigt. Von der Liste in Rundbrief Nr. 275 sind viele Positionen abgearbeitet. Nicht mehr gereicht hat es zum Ausbessern des Putzes und den Fensterleibungen an der vorderen Giebelwand. Dies wird wohl ein Thema im nächsten Frühjahr werden, wenn die Witterungsverhältnisse diese Arbeiten wieder zulassen.

Meine kommissarische Bauführung endet! Bis Michi wieder einsatzfähig ist, wird Arne und Katz die Funktion der Bauführung übernehmen. Dies wurde beim Bundesfest vom Bauausschuss beschlossen. Ich finde es gut, wenn junge Kameraden für den Hof Verantwortung übernehmen.

Der Weg ist das Ziel, Norwegen 09

An unserem Schlafplatz, direkt neben einem kristallklaren Bergsee eiszeitlichen Ursprungs, zwischen mit Moos bewachsenen Steinen, neben einem Wasserfall gelegen, bauten wir die auf Heidekraut gestellten Zelte ab und brachen zur zweiten Etappe auf.

Frohen Mutes bezwangen wir den ersten Anstieg, um die exquisite Aussicht über die südlichen Ausläufer der Lofoten zu genießen. Vor diesem traumhaften Panorama vollführte der Alex einige höchst akrobatische Übungen, die aber zum Glück weder ihm noch dem Panorama nachhaltigen Schaden zufügen konnten.

Wir wendeten uns gen Norden, um eine Talsohle zu durchschreiten. Der Abstieg ins Tal wurde dank der ausgezeichneten Ortskenntnis der Vorauseilenden zu einer mittelschweren alpinen Herausforderung, als wir nämlich glaubten, die Rucksäcke ungesichert eine Steilwand abseilen zu müssen, anstatt 20 m weiter einfach dem Weg weiter zu folgen. Mit dem Erreichen der Talsohle erreichte auch die Moral unserer sonst so wackeren Truppe den Tiefpunkt, da kundgetan wurde, dass das Essen rationiert werden müsse. Mit schwerem Herzen, aber umso leichterem Magen nahmen wir die Herausforderung des Aufstiegs aus dem Tal an, um auf der Höhe mit sommerlichen Schneefeldern belohnt zu werden. Eine kurze Schneeballschlacht später setzten wir unseren Weg durch diese unwirtliche und karge Landschaft fort. Da Chris, von Stund an der Überflieger genannt, unsere Melancholie nicht länger ertragen konnte, versuchte er, die Stimmung mit einer kleinen Flugeinlage zu verbessern, flog mit seinem Vorhaben jedoch wortwörtlich auf die Schnauze.

Wie das eben in Norwegen so ist, war wenig später schon wieder ein Abstieg angesagt. Entlang und abschnittweise auch auf einer Frischwasserpipeline laufend erreichten wir, unter hitzigen Diskussionen über den Pipelinebau im Allgemeinen, wieder Normalnull. In diesem Augenblick übermannte uns eine entsetzliche, gleichzeitig aber spürbar klare, durch nichts zu widerlegende Erkenntnis: Die letzten zwei Etappen, die wir ja nun nicht unbedingt auf dem linken Bein hüpfend hinter uns bringen durften, hätte auch durch eine einzige Etappe auf Normalnull entlang der Straße ersetzt werden können. Aber kommt es darauf denn wirklich an? Nein, und abermals nein! Wir sagen mit blutiger Nase und stolz geschwellter Brust: Der Weg ist das Ziel!

Durch einen Sumpf kämpften wir uns in ein verlassenes Fischerdorf, das dennoch stark bevölkert war. Ein Hund und sein Herrchen wedelten heftig mit dem Schwanz, denn freundlicherweise erklärte sich das Herrchen, der geldgeile Sack, bereit, gegen ein kleines Entgeld uns mit seinem Motorboot zum gegenüberliegenden Dorf über den Fjord zu setzen. Er überfjordete uns also, was norwegisch ist und ins Deutsche übersetzt ungefähr heißt: Touristen abzocken.

Auf der Suche nach einem Schlafplatz machte Philipp die Bekanntschaft mit einer Gruppe Gastarbeitern, deutschen Zimmermännern, welche uns mit den Worten „Pennt doch da wo ihr umfallt, macht jeder so hier, gilt ja schließlich Jedermannsrecht“ an den auf der anderen Inselseite liegenden Strand schickten, nachdem wir sie mit einigen wenigen Dosen voll deutschem Billigbier geschmiert hatten, welche johlend entgegengenommen wurden. Dazu mussten wir allerdings noch einmal einen Anstieg, nämlich eine Sanddüne erklimmen, was der Moral mal wieder sehr abträglich war. Die Aussicht jedoch auf eine geruhsame Nacht mit herrlichem Meeresblick, eine warme Mahlzeit im Bauch, für einige eine Gute-Nacht-Zigarette, aber vorrangig der Vorschlag, sämtliche übriggebliebenen Biervorräte zwecks Gewichtsreduktion (das glaubt uns doch keiner) zu vernichten, ließ unsere Laune schlagartig steigen. So fand auch dieser Fahrtentag ein versöhnliches Ende und ließ uns frohen Herzens dem nächsten Tag entgegenblicken.

Bretagne 2008

Am 27. Juli 2008 um kurz vor 3 Uhr morgens begannen wir unsere Fahrt in die Bretagne. Mit 5 Leuten, viel Gepäck und 2 Autos starteten wir. Nach einer 9-stündigen Anfahrt kamen wir an unser erstes Ziel, den Mont St. Michel.

Am darauffolgenden Tag fuhren wir nach St. Malo und nahmen auf der Hinfahrt unser Frühstück am Strand zu uns und nutzten die Gelegenheit zum ersten Bad im Atlantik. Nachdem unsere Suche nach einem Lagerplatz außerhalb von St. Malo erfolglos blieb entschlossen wir uns auf einem Campingplatz in der Nähe des Zentrums von St. Malo zu übernachten. Dort gabs leckeren Griesbrei. Nach dem Abendessen machten wir noch einen Altstadtbummel durch St. Malo. Tags darauf fuhren wir mit einigen Zwischenstopps, unter anderem an einer Kirche, in ein idyllisches Dorf an der Atlantikküste westlich von St. Malo. Dort konnten wir bei einem netten Franzosen übernachten, eines unserer Autos abstellen und somit den 2-tägigen Fußmarsch nach Perros-Guirec starten. Auf demWeg dorthin kamen wir an den spektakulären Felsformationen der Cote de Granit Rosee vorbei. Als wir dann zu unserem zuvor abgestellten Auto in Perros-Guirec zurückkamen, fuhren wir zurück zu dem netten Franzosen wo unser anderes Auto stand. Dort übernachteten wir dann aus Gründen der Körperpflege auf einem recht günstigen Campingplatz im Ort.

Am 1. August fuhren wir dann nach Brest um das dortige Marinemuseum zu besichtigen. Dies entpuppte sich jedoch als ein Flopp, da das Museum sich gerade in Umbauarbeiten befand und somit nur ein sehr kleiner Teil zu besichtigen war. Von Brest aus ging unsere Fahrt wieder gen Osten nach Huelgoat. Dort machten wir eine kleine Wanderung durch den von Menhiren und Monoliten durchzogenen Wald. Danach stellten wir unsere Kothe auf einer Wiese nahe Huelgoats. Da am 3. und 4. August in Lorient ein Folk-Music-Festival stattfand, fuhren wir am frühen Morgen des 3. Augusts nach Süden. Nachdem wir den Straßenmusikern die ganze Nacht durch gelauscht hatten und todmüde in unsere Kothe zurück kamen, setzten wir unsere Fahrt nach Carnac, das für seine mehr als 3000 Menhire, die zu Steinreihen (franz. Alignements) gruppiert sind, berühmt ist, fort. In dieser Nacht fanden wir bei einer alten französichen Dame Quartier. Danach verbrachten wir 2 erholsame Tage bei Wein und gutem Essen auf einem Campingplatz im Landesinneren. Nun rollten wir wieder gen Paris und bezogen ca. 30 km vor Paris Stellung und bereiteten unseren nächtlichen Zug nach Paris vor. Morgens um 6 Uhr wurden wir recht unsanft vom Regen geweckt. Den kompletten darauffolgenden Tag verbrachten wir mit der Besichtigung der „wichtigsten“ Sehenswürdigkeiten in Paris, so also das Louvre, die Notre Dame, den Eiffelturm und den Arc de Triomphe. Von Paris aus ging es dann am 7. August wieder ins „good old Schwabeländle“. Abschließend bleibt zu sagen, dass wir insgesamt eine sehr schöne Fahrt durch die Bretagne erlebt haben und das Wetter auch auf dieser Fahrt mal wieder mitgespielt hat.

 

Schottlandfahrt 2007

Unsere Sommerfahrt führte uns in die Highlands von Schottland. Nach einem ersten Schock durch die Erkenntnis, dass Bier erst ab 18 Jahren zu kaufen ist und ein Verstoß hart bestraft wird, begannen wir unsere Wanderung auf dem „Great Glen Way“.

Dieser führte uns entlang dem „Calendonian Channel“ von Fort William nach Inverness. Der Kanal und seine Schiffe die uns entlang von Loch Ness und anderer Seen führten war nun für etwas mehr als eine Woche unser ständiger Begleiter. Nachdem wir den Great Glen Way bewandert hatten wandten wir uns weiter nach Norden an die nördliche Küste Schottlands. Dort besichtigten wir unter Anderem das gigantische Fort George, das früher zur Sicherung der Macht Englands über die schottischen Jakobinern diente. Von dem überraschend guten Wetter gut gelaunt, traten wir blauäugig die Rückreise an, die jedoch unerwartete Überraschungen mit sich brachte. Denn leider ging auf dem Flug von Inverness nach London, unserer Zwischenstation auf dem Heimweg, unser Gepäck verloren und wurde erst nach 4 Tagen wieder gefunden und zugestellt. Belohnt wurde, wer sein Fressgeschirr noch in Schottland spülte und nicht wie zum Beispiel Matze auf die heimische Spülmaschine setzte.

Teilnehmer: Alex, Andy, Maddin, Matze, Katz, Voke, Michi, René und unser Fotograf Jani